Zum Sterben schön
von und mit Gilla Cremer
In der gefeierten Theaterproduktion DIE DINGE MEINER ELTERN führte uns Gilla Cremer durch die Haushaltsauflösung des Elternhauses. Mit feinem Humor brachte ihre Protagonistin Agnes das strapaziöse Projekt „sterbefein“ über die Bühne.
Nun steht Agnes vor einer neuen Herausforderung: Das Nutzungsrecht für das Familiengrab ist abgelaufen. Wollen die vier Schwestern die Pacht verlängern? Das Grab der Eltern auflösen? Wo wollen sie einst selbst bestattet werden? Vier völlig verschiedene Visionen prallen aufeinander und führen zu hitzigen Diskussionen unter den Geschwistern. Die nüchterne Frage des Friedhofsamts weckt auch Erinnerungen: Hat der Tod nicht schon immer eine große Rolle gespielt in Agnes Leben? Mal kindlich verspielt, mal erwachsen und beängstigend, mal aktuell und politisch. Wäre es nicht tröstlich, wenn der Tod, mit dem wir alle ein finales Date haben, sichtbarer und vertrauter wäre? Was wünschen wir uns am Ende?
Agnes begibt sich auf eine phantasievolle Entdeckungsreise zwischen Vergänglichkeit und Lebensfreude.
wir sind die menschen auf den wiesen
bald sind wir menschen unter den wiesen
und werden wiesen, und werden wald
das wird ein heiterer landaufenthalt
(Sommerlied von Ernst Jandl)
Eine Koproduktion von Gilla Cremer-Theater Unikate und Hamburger Kammerspiele – Regie: Dominik Günther